Challenge Mallorca & ein Ausblick auf 2020

DNF – Did Not Finish – ist für mich, entgegen den hinlänglich bekannten Sprüchen und Logo´s auf diversen Shirts, eine Option.
Ich hatte mir das letzte Rennen 2019 natürlich etwas anders vorgestellt. Aber auch das ist Triathlon und auch das ist okay. In den Wochen nach dem Wettkampf musste ich aufgrund eines Faserrisses im Mittelfußknochen etwas länger pausieren. Ganze 8 Wochen konnte ich nicht richtig laufen und musste mich daran erstmal gewöhnen. Sport und still sitzen – diese beiden Dinge schließen sich gegenseitig aus. Und so habe ich 1000 Dinge versucht, um mich abzulenken. Gewonnen haben: Familie, mehr arbeiten & mehr schwimmen (und Netflix…okay, und die Playstation).

Ich bin mittlerweile wieder im Training und am 08.02.2020 geht es ins erste Trainingslager nach Lanzarote. Ich werde ein Video über die 7 Tage voller Schwimmen, Radeln und Laufen drehen und euch in Zukunft auf diesem Blog auch wieder öfter mitnehmen. Der erste Monat des neuen Jahres stand gänzlich im Zeichen der Veränderungen und ich freue mich auf alles, was nun noch kommen wird. Es gibt neue Partner, neue Rennen, neues Equipment und ein neues (altes aber verändertes) Ziel. Alle diese Dinge werde ich euch in den kommenden Wochen vorstellen.

Dazu kommt noch ein wichtiges Thema, das ich gerne aufarbeiten möchte bzw. mich schon fast dazu gezwungen fühle, es weiter zu beleuchten. Vor kurzer Zeit habe ich in einer Facebook Gruppe eine Diskussion darüber verfolgt, ob es denn okay wäre, vor Trainingseinheiten oder Wettkämpfen, schmerzlindernde Medikamente zu nehmen. Ich habe nicht die leiseste Ahnung wieso man so etwas tun sollte. Und trotzdem war die Mehrheit der Kommentare PRO Medikamente im Sport. Ich denke, vielen Athleten ist einfach echt nicht bewusst, mit welchen Auswirkungen sie rechnen müssen, wenn sie mal “vor dem Wettkampf ne´ IBU schmeißen”. Also mache ich mich da jetzt mal ran und werde auch zu diesem Thema in den kommenden Wochen einen Artikel veröffentlichen.

Vielen lieben Dank fürs dran bleiben. Ich habe verfolgt, wie oft die Seite trotz der etwas längeren Pause von euch besucht wurde. Ich für meinen Teil finds immer mega nervig, auf einen Blog zu klicken und immer wieder den selben alten Kram serviert zu bekommen. Manchmal muss man aber wieder etwas Anlauf nehmen. Und den habe ich genommen. Und das finde ich gut. Und ich hoffe, ihr auch :)!

Das Race-Video möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.
Die Challenge Peguera ist mega schön und ich werde sicher nochmal dort starten. Und dann knicke ich einfach nicht im Zielbereich vor 400 Menschen um. Und dann falle ich auch nicht neben einem gerade ins Ziel eingelaufenen Pro auf den roten Teppich. Und dann schauen mich auch nicht alle an, als wäre ich besoffen und im falschen Wettkampf gelandet. Alles wird/ist gut.

Zum Video, einmal hier entlang:

Challenge Davos – Klimaneutral zum Wettkampf in die Schweiz

Hey ihr Lieben!

Klimaneutral mit dem Wettkampfrad über die Alpen zur Challenge Davos. Aus der Idee wurde ein Plan und aus dem Plan ein Abenteuer. In dieser kleinen Dokumentation nehme ich euch mit auf meine Reise nach Davos und zu einem der tollsten Wettkämpfe, bei dem ich bisher gestartet bin.

Das nächste Abenteuer steht nun auch bereits vor der Tür:

Die Challenge Peguera Mallorca am 19.10.2019 – ein ausführlicher Wettkampfbericht folgt natürlich :). Ich darf eine Kamera auf dem Rad montieren und dokumentiere das Renngeschehen, während ich selbst einen guten Wettkampf zum Saisonabschluss hinlegen möchte. Wird mega spannend :).

Aber jetzt erstmal viel Spaß mit dem Video:

Berlin City Triathlon – der Streckencheck

Ihr startet beim Berlin City Triathlon? Oder ihr seid Zuschauer? Oder ihr interessiert euch einfach für Triathlon? Oder…..ja ja, ist ja schon gut :D! Für alle Starter: Höchste Zeit mal die Strecken anzuschauen und sich auf das Triathlon Spektakel am Olympiastadion einzustellen :). Ich bin mit dem Rad von der ersten Wechselzone am Wannsee, über den “Willi” auf der Havelchaussee zum Olympiastadion gefahren und die Laufrunde, habe ich dann auch gleich mal unter die Lupe genommen.

Warum der Karlsberg den Spitznamen “Willi” trägt und was es beim City Tri zu beachten gibt, könnt ihr euch in meinem neuen Video anschauen. Also, meine Damen und Herren, bitte einmal alle hier entlang 🙂 –>

Der Hoka One One Carbon X – ein Testbericht, aber eben anders

„Probiere im Wettkampf oder kurz davor auf keinen Fall etwas Neues aus“ – von solchen Sprüchen war ich noch nie wirklich ein großer Fan. Ich möchte selbst entscheiden dürfen, welche Entscheidungen die Richtigen für mich sind. Mit allen Konsequenzen.

Okay, es gibt natürlich Dinge, die man nicht tun sollte. Dinge, von denen man aber auch einfach weiß, dass sie einem schaden. Wechselt man also beispielsweise einen Tag vor einem Wettkampf kurzerhand den Sattel und die Laufräder des Wettkampfrades, dann fällt das lebenstechnisch eher unter die Kategorie: Nachts betrunken dem Chef schreiben – einfach mal sagen, was man von ihm hält.

Worauf ich nun hinaus will: Ich habe meine Wettkampfschuhe für die Challenge Roth erst 10 Tage vor dem Wettkampf bekommen. Normalerweise ist das eher ungünstig, wenn man bedenkt, dass zu diesem Zeitpunkt die Läufe kürzer werden und die Trainingseinheiten generell eher der Formerhaltung dienen.

Recherchiert man ein wenig in diesem Internet, von dem immer alle Menschen reden, trifft man schnell auf eine Faustformel: „Schuhe müssen immer mindestens so viele Kilometer eingelaufen werden, wie die Länge des Wettkampfes betrifft“. In meinem Fall wären das dann wohl 42km gewesen – ich glaube ich kam auf 12 :). 

Aber vom ersten Moment an, haben sich die Hoka Carbon X einfach perfekt angefühlt. Es hat nichts gedrückt und die Füße waren zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt. Also habe ich eigentlich schon am ersten Tag entschieden, dass ich die Schuhe auf jeden Fall für die Challenge nutzen möchte – und es hat mir zu keinem Zeitpunkt geschadet.

Die technischen Daten der Weltrekordschuhe sind hinlänglich bekannt und damit möchte ich euch auch nicht langweilen. Ein paar kleine Fakten gehen ja aber immer also hier mal in aller Kürze:

Die Sprengung betrifft 5mm und es handelt sich um einen neutralen Laufschuh. Die Oberkonstruktion besteht aus einem einlagigen Mesh und das ist gar nicht mal so unwichtig! Kühlt man sich im Wettkampf häufig und schüttet sich Wasser über den Kopf, saugt sich das Material nicht voll und wird nicht schwer! Reibung bleibt also auch bei Feuchtigkeit eher aus. Blasen und Stinkefüße werden dadurch erheblich reduziert. Stinkig werden auch diese Laufschuhe irgendwann….aber das liegt beim besten Willen nicht an den Schuhen :D.

Während des Marathons war der Mesh echt ein Segen. Ich habe mich ständig gekühlt und mir so ziemlich alles über den Kopf geschüttet, was ich in die Finger bekommen habe. AUSSER Cola und Red Bull ! Warum muss ich nicht erklären, mache ich aber trotzdem: Man fühlt sich irgendwann wie der T1000 aus Terminator 2, wenn er gerade mit dem flüssigen Stickstoff übergossen wird. Alles klebt und man sieht einfach irgendwann richtig doof aus – Zielfotos mit verklebten Haaren und einem Batallion Fliegen über dem Kopf kommen immer gut. Und, um auf das eigentliche Thema zurückzukommen: Es gibt nichts was ich schlimmer finde, als klatschnasse Füße beim laufen.

Die Zunge der Schuhe ist angenäht und rutschfest, vor allem beim Wechsel auch eine echte Erleichterung. Reinrutschen und loslaufen – so zumindest die Theorie.

Jetzt kommen wir aber mal zu dem meist diskutierten Gimmick der flotten Treter: Die Carbonfaserplatte. „Merkt man die überhaupt?“ Und wie! „Bringt die denn überhaupt was?“ Ich denke schon. Zumindest fühlt es sich beim Laufen tatsächlich so an, als ob der Aufprall des Fußes direkt abgefangen und in Vortrieb umgewandelt wird (außer ab Kilometer 30, ab da ist alles nur noch Schadensbegrenzung). Reaktive Dämpfung ! Mag ich!

Ich habe meine Entscheidung, nie bereut und bin ein riesiger Fan der Hoka One One Schuhe. Ich bin früher auch schon den Tracer gelaufen, auch ein super guter Schuh für alle Distanzen. Und ein wenig günstiger als das aktuelle Flaggschiff der französischen Laufschuhmarke.

Ich möchte natürlich niemanden dazu verleiten nun alle Regeln zu brechen und kurz vor einem Wettkampf alles zu ändern. Aber ich bin, wie schon öfter erwähnt, ein großer Verfechter von Vertrauen. Vertraut auf euer Gefühl und auf eure Entscheidungen. Aber Leute, in der Rennwoche selbst, trifft man diese nicht mehr. Leicht verzerrtes Realitätsbild und so :).

Um das Ganze abzurunden:
Ich bin Mittelfußläufer, bin relativ neutral unterwegs (habe eine super leichte Supination, die mir aber erlaubt, neutrale Schuhe zu laufen). Die Schuhe fallen meiner Meinung nach normal aus, hat man also in anderen Laufschuhen eine 43, sollte das auch bei Hoka so passen. Ich bin früher Adidas, Nike, Brooks und On Schuhe gelaufen und finde, dass die Hoka die besten Laufschuhe sind, die ich bisher gelaufen bin. Ja, ich bin FAN!! Aber werde für diesen Artikel weder bezahlt noch gegen meinen Willen festgehalten, also alles safe 😀

12min. Core Workout

Hey ihr Lieben,

nach der Challenge Roth habe ich mir nun eine Woche lang Ruhe gegönnt und war unter anderem bei einem Junggesellenabschied auf Mallorca…das war zwar nicht sonderlich ruhig (:D) aber sicherlich ein gutes Kontrastprogramm zu dem vielen Training der letzten Monate. Und bevor es hier die wildesten Spekulationen gibt: NEIN – wir waren nicht am Ballermann!! Aber ich hatte auch keine Sportsachen mit, soviel darf ich verraten :).

Die Pause ist vorbei und jetzt gehts langsam weiter mit neuen Zielen und Plänen. Aber vorab möchte ich euch noch ein kleines Core Workout ans Herz legen, das man wirklich immer mal wieder in seinen Alttag integrieren kann. Bei 12 Minuten gibts auch keine Ausreden :D. 3x die Woche für eine: Bessere Haltung, stärkere Rumpfmuskulatur, verbesserte Kraftausdauer und ein besseres Körpergefühl. Kennt ihr dieses fiese Stechen, nach 180km beim Wechsel vom Rad zum Laufen? Das hab ich mir mit diesen Übungen wegtrainiert! Schaut mal rein, probiert die Übungen aus und sagt mir gerne, ob euch das Training gefällt:

 

Challenge Roth 2019

07.07.2019 – Raceday

Der Wecker klingelt um 04:30 – eigentlich schon viel zu spät….andere Athleten haben da schon 2x gefrühstückt. Aber ich kann das nicht so gut. Ich bin eher eine Eule und wenn es Eulenhausen gäbe, wäre ich sicherlich der Bürgermeister.

Wir geraten auf dem Weg zur Wechselzone (natürlich) in einen Stau und parken das Auto 20 Minuten (!!!) vor dem Startschuss meiner Startgruppe.

Ich muss regelrecht durch die Wechselzone pflügen um meine Startgruppe (06:50 – Startgruppe 4) noch zu erwischen. Innerhalb von gefühlten 30 Sekunden erledige ich alles, wofür ich mir sonst eine ganze Stunde Zeit nehme:

Reifen aufpumpen, Flaschen anbringen und füllen, Schaltung kontrollieren, Radcomputer checken, meinen Neo anziehen etc. Von Anastasia verabschieden und LOS! Also fast…ich laufe nochmal schnell zurück zum Rad und hänge meine Startnummer an den Lenker – das war knapp :D.

„Willkommen zu deiner 10ten Langdistanz, du doofi“ – denke ich mir und schüttele lächelnd den Kopf, während ich die Stufen zum Main Donau Kanal hinunter kracksele. Am Ende hat aber alles pünktlich zum Start geklappt und nur das zählt (kann man sich halt auch mal schön reden 😀 ).

BOOM  der Startschuss zu meinem bisher besten und schönsten Rennen fällt.

Nach 1:04 krabbele ich aus dem Wasser – safe! Zwar nicht so flott wie geplant, aber immerhin 2 Minuten schneller als im letzten Jahr. Auf dem Weg zum Wechselzelt schnappe ich mir meinen Beutel und dann geht das alles recht flott: Neo aus, Socken an, Schuhe an – go. Beim Radaufstieg zeige ich dann erstmal wie man es nicht macht und rutsche 2-3 Mal aus den Klickpedalen. Ich schaffe es schliesslich unfallfrei in die Pedale und fahre los, nachdem ich Anastasia nochmal zuwinke.

Innerhalb der ersten beiden Kilometer merke ich schon, dass da was anders ist als sonst. Die Beine fühlen sich richtig derbe gut an. Das hatte ich bisher selten…oder um ehrlich zu sein, noch nie. Jedenfalls nicht so.

Die folgenden 180km sind einfach nur der Hammer!

Mein Wattmesser streikt ab Sekunde 1 und habe die gesamte Strecke keine Ahnung, wo ich Leistungstechnisch liege…aber das interessiert mich auch herzlich wenig. Dieses Rennen ist fürs Gefühl, nicht für die Wattwerte!!
Es gibt 3 Dinge, die ich in den 5:20h immer wieder beachte: Aeroposition halten, kontrolliert fahren und die Stimmungsnester bewusst aufsaugen. Bei den Anstiegen klappe ich auch das Visier meines Aerohelmes nach hinten. Nicht nur, damit mal mehr Sauerstoff an die Birne kommt, sondern eben auch um den Supportern und Helfern in die Augen zu schauen und auch mal DANKE zu sagen. Anastasia sehe ich super oft, das freut mich immer unendlich im Wettkampf. Dazu kommen einige bekannte Gesichter und viele unbekannte Anfeuerungsrufe die mich immer weiter antreiben. Let The Good Times Roll – das ist wohl die Definition der gesamten Challenge Roth. Der Solarer Berg haut mich wie Obelix 2 mal emotional aus den Radschuhen und das Radeln vergeht zum ersten Mal wie im Flug.

Ich biege in die zweite Wechselzone ein, steige vom Rad und freue mich wie ein frisch aufgepumpter Fußball. Neue persönliche Bestzeit beim Radfahren. Voller Endorphine gehts direkt ins Wechselzelt. Die Blackroll (das habe ich mir bei Franz Löschke aka. Franz Kipchoge abgeschaut) brauche ich heute nicht. Die herzliche ältere Dame, die mir beim Wechsel hilft, fragt kurz: „Wos host du denn da lustiges im Säckle – des brauchst aber heut net, oder?“ Brauche ich echt nicht, mir tut nichts weh. Rein garnichts. High Five mit der Fränkin, raus aus dem Zelt.

Ich laufe viel zu schnell an (4:30/km) und sehe vor meinem geistigen Auge schon die 10:00h Marke fallen – leider etwas zu früh gefreut, aber gepusht hat mich das allemal. Auch wenn ich schon ab Kilometer 5 zurückrudern muss und mich bei knapp 5:20/km einpendele, verliere ich kein bisschen den Spaß an diesem verdammt guten Tag. Meine Hüfte meldet sich, aber ich nehme das Gespräch nicht entgegen. The Triathlete you called is temporarily not available – keine Zeit für sowas. Das ist nur meine mini muskuläre Disbalance, die kann ich mal wegdrücken.
Auch an der Laufstrecke sage ich so oft wie möglich DANKE und klatsche mit Kiddies und Helfern ab. Ich bin glücklich – den gesamten Tag lang. Das hatte ich mir vorher vorgenommen. Kein Druck, nur Freude. Und das klappt bis ins Ziel.

Meine neue persönliche Bestzeit beträgt nun 10:18:27 aber das ist nicht das, was von diesem Tag bleibt. Was bleibt, ist die Tatsache, dass ich den mit Abstand schönsten Wettkampf meiner bisherigen Triathlonlaufbahn hatte. Danach gabs 2 vegane Burger, eine unruhige Nacht und dicke Beine. Ich möchte keine Sekunde missen.

Das Herz dieser Sportart sitzt meiner Meinung nach genau unter dem Austragungsort der Challenge..oder von dem Challenge Roth, wie es wohl richtig heisst. Home is where you´re heart is und ROTH is where the heart of triathlon is 🙂

Ein offener Brief an meine Motivation

Liebe Motivation, liebe M.,

endlich hab ich dich wieder gefunden. Hiermit möchte ich dich ausdrücklich bitten zu bleiben. Du wolltest nur kurz mal Erdnüsse kaufen und warst eine halbe Ewigkeit, ja fast 6 Wochen, verschwunden. Die Trainingskilometer ohne dich waren einfach nicht dieselben. Schier endlos und beinahe sinnlos.
Wie ich dich wieder gefunden habe, schreibe ich hier am besten einmal für alle auf, die dich hier und da auch mal suchen. Als Hilfestellung, Vorschlag oder einfach als Anleitung…das kann jeder für sich selbst entscheiden. Ich hoffe es ist okay für dich, wenn ich unsere Geschichte erzähle. (Noch theatralischer konnte ich das Intro wirklich nicht verfassen. Ich weiß, du stehst auf Drama, schnelle Abgänge und hast es dir so gewünscht, also sollte dir das eigentlich gefallen. Wenn du Änderungswünsche hast, musst du die aber richtig gut begründen, nach dem was du da abgezogen hast!)

Los gehts:
Ich spüre seit einigen Tagen endlich wieder diese Energie und die Lust, die mir in den letzten Wochen ehrlicherweise etwas gefehlt hat. (Mit Energie und Lust, meine ich
natürlich dich, liebe Motivation. Ich kann nur nicht ständig deinen Namen erwähnen, denn das wäre literarisch ein absoluter Faux Pas! Ich hoffe du kommst damit klar. Musst du aber auch nach diesem Erdnüsse-Ding).
Ich möchte gar nicht so sehr auf dem vergeigten Ironman in Süd Afrika herumreiten, aber um den Wettkampf zu verarbeiten und gedanklich abzuschließen musste ich doch mehr Kraft investieren, als ursprünglich erhofft.
Du warst ja weg – wolltest unbedingt „Catch Me If You Can“ spielen. Verdammte Filmindustrie. Ich hasse Erdnüsse…und ich schweife ab:


Die Trainingszeiten haben kurz nach dem IronMan auch schon wieder ganz okay gepasst, mehr aber auch nicht. Man fragt sich nach dem was, nach dem wie, nach dem wo etc. Und auf all das, habe ich selbst normalerweise immer schnelle, gezielte Antworten.

Nur nicht auf die eine Frage. Und ich könnte wetten, dass das deine liebste ist:

Die nach dem WARUM (..mache ich das eigentlich)?!

Denn da kommst DU ins Spiel. Da kannst du glänzen. Und da du nicht nur Dramatik liebst, sondern auch ganz schön gerne zeigst, was du so alles kannst – bist du bei der Frage, stellt man sie denn ernsthaft, wieder voll am Start.

Ich habe in dieser einsamen Zeit oft überlegt, was das denn überhaupt bringen soll….das ganze Training, die Vorbereitungen, die Kompromisse die man zwangsläufig hier und da eingehen muss (aber ja auch irgendwie eingehen möchte) und nicht zu vergessen, die ganzen Moneten, die man in den Sport steckt.
Vor deinem kurzfristigen Verschwinden, hattest du immer einen ganzen Rucksack voller Argumente, meine liebe M. Das Gefühl nach einem guten Training, neue Laufschuhe, die leere Tartanbahn morgens…. Die Liste ist endlos.

Wenn du nun nochmal verschwindest, weiß ich Gott sei dank genau was ich tun muss, damit du schnell wieder zurückkommst. Ich melde mich einfach spontan für einen kleinen Wettkampf an. Egal ob Sprint-Triathlon, Laufwettkampf etc. Ich erzähle niemandem etwas davon und mache das einfach mal nur für mich. Ohne Druck, ohne Zeitvorgaben. Einfach weil es eben genau das ist….das Warum! Das kribbelige gute Gefühl, das kleine Abenteuer. Und dann stehst du wieder mit mir an der Startlinie. Fast, als wäre nie etwas gewesen.
Wenn du mal wieder eine Auszeit brauchst, hau rein und mach dein Ding. Wir sehen uns spätestens bei der Anmeldung zu einem neuen Wettkampf.

Danke, dass du zurückgekommen bist.

Eigentlich sind wir doch ein gutes Team. Ich hab jetzt auch immer Erdnüsse da.

 

10Km Wettkampf – 3.Platz in der AK

Gestern bin ich beim S25 in Berlin über die 10Km Strecke gestartet und konnte ganz unerwartet den dritten Platz in meiner Altersklasse belegen :). Die letzten 4 Wochen haben mich doch etwas härter auf die Probe gestellt, als es mir kurz nach dem vergeigten Ironman in Süd Afrika bewusst war. Ich musste meine Motivation schon mehr als einmal suchen und hatte manchmal echt das Gefühl, dass ich mein “Mojo” verloren hatte.

Aber dann kam der Vorschlag von Timo, dass ich mir so schnell wie möglich eine Startnummer umbinden soll, um wieder ein Gefühl für meine Form zu bekommen. Also hab ich mich letzten Samstag recht spontan für den S25 angemeldet (ein Wettkampf in Berlin mit der Option 25km, 10km, oder 5×5 Km Staffel zu laufen). Was dort so los war, wie ich mich danach gefühlt hab und wie der ganze Spaß nun weiter geht, könnt ihr hier sehen:

!Achtung Spoiler!

Die Form ist da! Und nun gehts mit großen Schritten in Richtung Challenge Roth am 07.07.2019.
Gestartet wird der neue Trainingsblock mit einem kleinen viertägigen Trainingslager auf Mallorca, von dem ich nächste Woche hier ausführlich berichten werde.

Die Moral von der Geschichte lautet wohl: “Wenn die Zweifel größer sind, als erwartet – Bind dir halt einfach eine Startnummer um” 😀