Rollentrainer

Gedanken zur Entlastungswoche – Road to South Africa #10

Erholung, ist angesagt :). Die erste Entlastungswoche läuft bisher wirklich ganz ausgezeichnet. Montag und Dienstag musste ich mich aber erstmal daran gewöhnen, nicht von einer Trainingseinheit quasi direkt zur nächsten rennen. Plötzlich hat man Zeit. Aber wofür? Was fängt man nun an, mit all der freien Zeit? Essen, schlafen, ein wenig trainieren und aber vor allem regenerieren so gut es eben geht :).

Die Regenration steht in dieser Woche natürlich an aller erster Stelle. Einen Umzug oder 2-3 Bar Abende hintereinander sollte man also erstmal gründlich überdenken. Bier ist leider nur in Bayern ein Grundnahrungsmittel und zu viel Alkohol kann und will ich eh nicht trinken. Wer schon einmal Abends doch ein wenig länger unterwegs war als geplant und morgens auf dem Rollentrainer gesessen hat, weiß wovon ich spreche :D. Abends heißt es noch:”Klar, das Training zieh ich durch morgen früh” (wobei der Beginn des Satzes mit zunehmendem Alkoholgenuss immer länger ausfällt. “Klaaaaaaaaaar”). Und dann sitzt man am nächsten Morgen auf diesem Rollentrainer, mit einem Puls von gefühlten 250 und will einfach nur….weg. “NIE WIEDER werde ich was trinken”- Ja okay, ist ja gut.
Ich bin ein absoluter Fan davon sich eben nicht zu sehr einzuschränken und sich auch nicht zu viele Dinge zu verbieten.
Als ich mit Triathlon anfing, habe ich immer die letzten 3 Monate vor dem Rennen keinen Schluck Alkohol getrunken und auch sonst auf so ziemlich alles verzichtet, was ich in irgendeiner Art und Weise als diabolisch eingestuft hatte. Mittlerweile bin ich da wesentlich entspannter und sowohl mein Körper, als auch meine Laune danken es mir (und meine Mitmenschen). Die Zeiten wurden mit zunehmender Gelassenheit auch besser. Also: Prost! Aber eben alles in einem guten Verhältnis. Ein Bier alleine auf der Couch kommt für mich nicht in Frage. Mag ich einfach nicht. Wenn schon Bier (oder lieber Gin), dann in Momenten in denen man wirklich lust drauf hat. In Momenten, in denen man das Gefühl hat, sich selbst damit zu belohnen. Nach einem harten Trainingstag im Sommer, kann ein Radler in der Abendsonne echt Wunder wirken. Aber jetzt ist erstmal Winter. Zurück zum Thema :D:

Mir fiel es wirklich schwer, mich auf die Erholungswoche einzulassen. Der Ironman Süd Afrika ist bereits in 8 Wochen (!!) und nachdem ich gestern (Mittwoch) bei der Berechnung meiner gesamten bisherigen Trainingsstunden seit Montag, auf gerade mal 4 Stunden und 35 Minuten gekommen bin, hatte ich tatsächlich einen kurzen Anflug eines schlechten Gewissens. Heute (Donnerstag) bin ich einem Modus angekommen, den ich als absoluten ZEN-Zustand bezeichnen würde :D. Ich will euch nicht ESO-terrorisieren, aber dieser Zustand ist wirklich ein Guter :). Und vor allem auch ein Wichtiger, wenn man bedenkt, dass es in etwas mehr als einer Woche nach Lanzarote geht. Die Trainingsstunden werden sich schon ab Montag wieder vervierfachen und dann gibts auf Lanzarote radtechnisch ordentlich auf die 12. Allerdings im Grundlagenbereich, ich möchte mir ja so kurz vor meinem ersten Hauptwettkampf 2019 nicht die Form zerschießen.

Ich bin jedenfalls ziemlich entspannt und freue mich auf die nächsten Tage mit eher ruhigen Trainingseinheiten. Eine Erholungswoche bedeutet ja auch nicht, nichts zu trainieren. Das wäre auch wahnsinnig kontraproduktiv und der Körper würde sich auch erstmal denken: HA! URLAUB! Ich fahr mal runter. Dafür ist die Saisonpause gedacht (sofern man eine macht). Jeder Zeitpunkt davor ist….der Falsche :D. Also sah meine Woche bisher so aus:

Laufen:     11Km
Radfahren:  60Km
Schwimmen:  9.2Km

Was das Schwimmen betrifft, bin ich auch in der Ruhewoche recht aktiv. Das ist mit meinem Trainer Timo so abgestimmt und erfüllt einfach den Zweck auch dort mal mehr Zeit und Kilometer zu investieren. Die Grundlage zählt eben in jeder dieser tollen Einzelsportarten :).Gestern habe ich es zum ersten Mal geschafft, die Ironman Distanz von 3.8 Km in genau 60 Minuten und 50 Sekunden zu schwimmen. Aber auch wenn die Einheit noch viele Technikübungen beinhaltete, so ist das Freiwasserschwimmen im Wettkampf doch deutlich anders als im 25m Becken :). Trotzdem bin ich guter Dinge und werde die 3.8 in dieser Saison unter 60 Minuten schwimmen! (Punkt, Aus; Ausrufezeichen – große Ziele, schnellere Schwimmzeiten….oder so).

Ich fahre jetzt wieder ins Schwimmbad und werde am Ende dieser Woche auf etwa 13,5 geschwommene Kilometer kommen. In meinem nächsten Leben werde ich ein Fisch…..ein kleiner dicker. So einer, der ganz weit unten im Meer schwimmt und eine Lampe auf dem Kopf hat. Dann werd ich ganz entspannt mit ein paar Kraken abhängen und Korallen knabbern, während ich auf Seaflix die neue Staffel Arielle Reloaded & Stranger Shrimps gucke. Hach ja….Erholungswoche :).

Wenn ihr gerne mehr über mein Training der letzten Woche sehen wollt, gibt es gleich weiter unten das Video dazu. Wir lesen/sehen uns nächste Woche :).

 

 

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One thought on “Gedanken zur Entlastungswoche – Road to South Africa #10

  1. Moin Daniel.

    Ich warte sehnsüchtig auf ein Update! Wie schaut es aktuell aus?

    Es macht echt ungemein Spaß, deinen Weg zu verfolgen – du kommst sehr sympathisch rüber. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg.

    Unbekannte Grüße,
    Jan

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